Open Your Course 4 Climate Crisis– OC4CC 2020

Die Open Your Course 4 Climate Change findet vom 23. bis 27. November 2020 statt. Es wird regionales, nationales sowie deutschsprachiges Programm geben. Für weitere Informationen, Links und Folien hier.

Bei der Open Your Course 4 Climate Change geht es darum Lehrende und Studierende aber auch die Verantwortung der Hochschulen für das Thema Klimawandel und Nachhaltigeit zu fördern und die Betroffenheit für jeden einzelnen aufzuzeigen. Die Hochschulen werden aufgefordert Ihre Lehrenden zu aktivieren. Diese sollen in der Woche vom 23. bis 27. November in Ihren stattfindenden Lehrveranstaltungen das Thema Nachhaltigkeit und Klimawandel fachspezifisch einfügen. Die Länge des Inputs ist freiwählbar und wird durch Materialienvon uns unterstützt. Diese Folien werden auf den oberen Links zum Herunterladen sein. Lehrende die über Ihre schon stattfindenden Vorlesungen hinaus Programm in Form von Vorlesungen, Vorträgen oder Workshops einbringen wollen sind herzlich willkommen.

Das Endziel dieser Aktion wäre das alle Studierenden in Ihrem Studium Kontakt mit den Nachhaltigkeitsthemen haben sowie Ihre Betroffenheit hergestellt ist und Sie sich auf Ihre Zukunft vorbereitet fühlen.

Ein Beispiel für regionales Programm ist die Sustainability Week in Salzburg. Hier geht es zu den Links zum Programm.

Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert

Lectures for Future beim ORF

Anfang Oktober startete zum 3. Mal die von den Scientists for Future initiierte Vorlesungsreihe Lectures for Future. In diesem Jahr nehmen bereits zehn österreichische Hochschulen teil. Viele der Lectures werden als öffentliche Online-Vorträge angeboten und sind für alle Interessierten offen!

Auch der ORF hat von den Lectures for Future berichtet. Hier die Beiträge zum Nachlesen und Nachhören.

Scientists4Future Salzburg trifft Bundesministerin Gewessler

Vertreter*innen der Scientists4Future Salzburg (links nach rechts) Lutz Dorsch (FH), Lara Leik (PLUS), Wolfgang Gratzer (Mozarteum), Daniela Molzbichler (FH) und Franz Kok (PLUS) übergaben die Stellunganhme an Bundesumweltministerin Leonore Gewessler

Gestern trafen sich Frau Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie Gewessler mit einigen Vertreter*innen der Scientists4Future Salzburg. Die Vertreter*innen der FH, Mozarteum, PLUS sowie stellvertretend für die PH, überreichten der Ministerin die Stellungnahme zur Dringlichkeit des politischen Handelns. Frau Ministerin betonte es sei immens wichtig, dass sich die Wissenschaft in den gesellschaftlichen Diskurs einmische und sie das Engagement der Wissenschaftler*innen sehr wertschätze. Vor allem lobte Frau Gewessler, dass Vertreter*innen von allen Hochschulen Salzburg vertreten seien und die Interdisziplinarität der Regionalgruppe Salzburg.
Neben dem Thema der Regionalstadtbahn wurde auch thematisiert, wie wichtig es sei das Bund, Stadt und Länder zusammenarbeiten, um einen maximalen Erfolg Bei der Bekämpfung der Klimakrise zu erzielen.


Interessierte Wissenschafter*innen sind eingeladen die Arbeit von Scientists4Future für eine wissenschaftsbasierte Klimapolitik mit Ihrer Eintragung oder Ihrem Engagement zu unterstützen!

Weiter Informationen: www.scientists4future.at   

Kontakt:

6. Weltweiter Streik und Treffpunkte der RGs

Großstreik inmitten einer Pandemie?
Abstand einhalten, Klimaziele auch! 

Wir sind uns der derzeitigen Situation und unserer Verantwortung bewusst, deshalb ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes verpflichtend sowie alle regionalen Maßnahmen einzuhalten. 

Die Dringlichkeit der Klima-, Biodiversitäts- und Nachhaltigkeitskrise muss sofort angegangen werden. Jeder Tag, an dem nicht gehandelt wird, kostet auch Leben und daher unterstützen wir die FridaysForFuture bei Ihrem Protest auf der Straße zum 6. weltweiten Klimastreik mit dem Thema #fighteverycrisis

Machen wir gemeinsam Wissenschaftskommunikation auf der Straße! Drucken Sie sich z.B. die Experten- oder Faktenschildern aus – jetzt neu auch mit tollen Visualisierungen. Auch durch das Tragen des Logos  (nach Österreich bzw RG suchen) oder der S4F Shirts könnt ihr Präsenz zeigen und findet euch zusätzlich zu den S4F Treffpunkten leichter. 

Wir hoffen, wir sehen uns am 25.09. auf der Straße. Für das Klima, für uns alle, für die Kinder, für die Zukunft. Mit Maske, mit Weltbewusstsein, mit Fakten. #fighteverycrisis

Treffpunkte der Regionalgruppen im Überblick:
Auch auf weiße T-Shirts mit S4F Logo achten!

Wien: 11:30 Uhr, am Christian-Broda-Platz (vor der Hofer Filiale)
Salzburg: 15:00 Uhr, an der Sissi Statue am Hauptbahnhof
Linz: 14:00 Uhr, am Alten Rathaus (Hauptplatz)
Innsbruck: 12:00 Uhr, am Landhausplatz
Graz: 14:00 Uhr, am Brunnen vor der Oper


1 Jahr nach dem Referenz-Klimaplan der Wissenschaft – Wo steht Österreich mit seiner Klimapolitik?

Am 9. September 2019 stellte die wissenschaftliche Community den von ihr als Referenz ausgearbeiteten Nationalen Energie- und Klimaplan (Ref-NEKP) für Österreich vor, der darlegt wie unser Land seinen Beitrag zur Erreichung der Pariser Klimaziele gewährleisten kann, wie der Übergang zu einer nahezu treibhausgasemissionsfreien und klimarobusten Wirtschaft und Gesellschaft gelingen kann. Auf welchem Weg befindet
sich Österreich seit damals, was ist zur Bewältigung der Klimakrise geboten?

Corona hat die globale Erwärmung nur minimal beeinflusst, die klimapolitische Arbeit aber
stark überlagert!
Die erforderliche strukturelle Umstellung der österreichischen Wirtschaft
ist im Herbst 2020 gebotener denn je.


Lesen Sie die gesamte Presseaussendung des CCCA vom 9. September 2020.

EU Open Letter

„You must stop pretending that we can solve the climate- and ecological crisis without treating it as a crisis
#FaceTheClimateEmergency​

Am 16. Juli 2020 wurde ein „EU Open Letter“ von Greta Thunberg, Luisa Neubauer, Anuna de Wever van der Heyden und Adélaïde Charlier veröffentlicht und an alle Staatsoberhäupter der EU versendet.
Der offene Brief ist für Wissenschaftler*innen sowie Privatpersonen zu unterschreiben. Dies haben schon viele Scientists4Future aus Österreich aber auch Europa getan.

Um den Brief und seine Forderungen zu lesen und selbst zu unterzeichnen, klicken Sie hier.

Offener Brief zur Unterstützung des Klimavolksbegehren

Eine Gruppe von “Scientists4Future Österreich” unterstützt das Klimavolksbegehren und ruft zur Unterzeichnung von 22.06 bis 29.06.2020 auf, da ein nachhaltiges Leben und Wirtschaften nur mit entsprechenden gesetzlichen Rahmenbedingungen möglich ist.

„Österreich ist eine demokratische Republik. Ihr Recht geht vom Volk aus.“ So steht es in der österreichischen Bundesverfassung. Auch Nachhaltigkeit und soziales Wohlergehen sind in der Verfassung festgeschrieben.

Wir können uns glücklich schätzen, in einer funktionierenden Demokratie leben zu dürfen. Gerade erleben wir aber auch eine von Krisen geprägte Zeit: Nicht nur die Covid-19-Krise, auch der Klimawandel, Ressourcenknappheit, Biodiversitätsverlust, soziale Ungleichheit, Hunger und viele weitere globale Herausforderungen bedürfen unserer Aufmerksamkeit. Die Gesellschaft muss auf diese Herausforderungen reagieren, unter anderem indem wir von unseren demokratischen Rechten Gebrauch machen und die Politik zum Handeln auffordern.

Da ist es auch Aufgabe von uns Wissenschafter*innen, sich in den demokratischen Entscheidungsprozessen mit unserem Wissen aus Forschungsergebnissen einzubringen und diese wissenschaftlich zu begleiten. Als “Scientists4Future Österreich” unterstützen wir die wissenschaftlich abgesicherten Forderungen des Klimavolksbegehrens.

Das Klimavolksbegehren macht die Politik darauf aufmerksam, dass wir – in Österreich und in der EU – weit davon entfernt sind, die Ziele des Paris-Abkommens der UN-Klimakonferenz von 2015 zu erreichen. Über Jahrtausende hat die Menschheit in einer klimatischen Nische mit Jahresmitteltemperaturen von rund 13°C gelebt. Simulationen zeigen, dass sich, wenn die Emissionen weiter steigen wie bisher, die Verteilung und Verfügbarkeit dieser Zonen in den nächsten 50 Jahren stärker ändern wird, als während der letzten 6000 Jahre.[1]

Der Nationalrat hat im September 2019 nach einem Aufruf von “Fridays4Future” den Klimanotstand ausgerufen. Damit sollte politisches und gesellschaftliches Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass die Zivilisation auf eine noch verhinderbare globale Katastrophe zusteuert und entscheidende Schritte gesetzt werden müssen. Doch seitdem wurden kaum Maßnahmen gesetzt, um den Worten Taten folgen zu lassen. Die Zeit drängt allerdings, um die Weichen für eine nachhaltige, klimagerechte und lebenswerte Zukunft zu stellen.[2]

Wenn wir nicht jetzt handeln, kann es bald zu spät sein. Dann können unsere Kinder und Enkelkinder nichts mehr gegen eine ständig fortschreitende Erwärmung tun.[3] Österreich könnte jetzt, durch ehrgeizige Klimaschutzmaßnahmen, sogar eine internationale Vorbildfunktion einnehmen und so gesellschaftlich und wirtschaftlich mittel- bis langfristig davon profitieren.

Um die Klimaziele des Regierungsprogramms zu erreichen, sind laut Studien von Umweltbundesamt, TU Wien und aus der Wirtschaftsforschung in den nächsten 10 Jahren jährliche Investitionen für Gebäudesanierung, erneuerbare Stromerzeugung und öffentlichen Verkehr in Höhe von 5-10 Milliarden Euro notwendig, die Arbeitsplätze schaffen und sich wirtschaftlich amortisieren.

Als “Scientists4Future” stellen wir uns daher ganz klar hinter das Klimavolksbegehren, um gemeinsam ein Zeichen für eine nachhaltige und klimafreundliche Zukunft zu setzen. Der Planet Erde ist ein einzigartig vielfältiger und empfindlicher Lebensraum. Legen wir jetzt den Grundstein für eine lebenswerte Zukunft. Das gilt für jede*n Einzelne*n, braucht aber auch die entsprechenden Rahmenbedingungen seitens der Politik. Das Klimavolksbegehren macht dafür wichtige Vorschläge.

Unterzeichner*innen in alphabetischer Reihenfolge:

Prof.in Dr. Ulrike Berninger, Ökologin, Paris-Lodron Universität Salzburg

Prof. Ulrich Brand, Politologe, Universität Wien

Laurenz Bub, M.A., Soziologe, Paris-Lodron Universität Salzburg

Prof. Dr. Franz Essl, Ökologe, Universität Wien

Prof. Dr. Andreas Exenberger, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck

Prof. Herbert Formayer, Meteorologe, Universität für Bodenkultur Wien

Dr. Friedrich Hinterberger, Ökonom, Universität für Angewandte Kunst Wien

Dr. Martin Hoffmann, Physiker, Johannes-Kepler-Universität Linz

Prof.in Dr. Eva Horn, Literaturwissenschaftlerin, Universität Wien

Prof.in Dr. Nicola Hüsing, Vizerektorin für Nachhaltigkeit, Paris-Lodron Universität Salzburg

Prof. Dr. Heribert Insam, Umweltmikrobiologe, Leopold-Franzens-Universität, Innsbruck

Prof. Dr. Georg Kaser, Gletscher- und Klimaforscher, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck

Dr. Stefan Kienberger, Risikoforscher, Paris-Lodron Universität Salzburg

Prof. Dr. Andreas Koch, Sozialgeograph, Paris-Lodron Universität Salzburg

Prof.in Dr. Helga Kromp-Kolb, Meteorologin, Universität für Bodenkultur Wien

Prof. Reinhold Lang, Polymerwissenschaftler, Johannes-Kepler-Universität Linz

Prof.in Lindsey Nicholson, Glaziologin, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck

Prof. Andreas Oberprantacher, Philosoph, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck

Prof. Dr. Harald Rieder, Meteorologe, Universität für Bodenkultur Wien

Prof. Dr. Mathias Rotach, Meteorologe, Leopold-Franzens-Universität, Innsbruck

Prof.in Dr. Elke Schüßler, Betriebswissenschaftlerin, Johannes-Kepler-Universität Linz

Prof.in Dr. Gabriele Spilker, Politikwissenschaftlerin, Paris-Lodron Universität Salzburg

Dr.in Isabella Uhl-Hädicke, Umweltpsychologin, Paris-Lodron Universität Salzburg


[1] Xu, C., T. A. Kohler, T. M. Lenton, J.-C. Svenning, and M. Scheffer 2020. Future of the human climate niche. PNAS, 117(21): p. 11350-11355. DOI: 10.1073/pnas.1910114117

[2] Lawrence, M.G. and S. Schäfer 2019. Promises and perils of the Paris Agreement. Science, 2019. 364(6443): p. 829-830. DOI: 10.1126/science.aaw4602

[3] Lenton, Rockström, Gaffney, Rahmstorf, Richardson, Steffen & Schellnhuber. Climate tipping points – too risky to bet against. Nature 575 592.

OFFENER BRIEF: EINBINDUNG VON KLIMAWISSENSCHAFT IN KONJUNKTURVERHANDLUNGEN

Die FridaysForFuture Bewegung sowie das Klimavolksbegehren haben einen offenen Brief an die Regierung verfasst: Wir fordern die permanente Einbeziehung von unabhängigen Wissenschaftler*innen mit klimarelevanter Expertise in alle Gremien, die Entscheidungen über die Konjunkturmaßnahmen treffen, um das 1.5 Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens erreichen zu können und nachhaltige, krisensichere Arbeitsplätze zu schaffen. Mehr dazu hier.

Video-Reihe „Welche Zukunft wollen wir?“

Die COVID-19-Krise hat viele Menschen vor große Herausforderungen gestellt und in den letzten Monaten unsere gesamte Aufmerksamkeit gefordert. Jedoch dürfen wir nicht vergessen, dass wir auch vor COVID-19 schon mit vielen Problemen, Krisen und globalen Herausforderungen wie etwa dem Klimawandel, Artensterben oder der Umweltverschmutzung konfrontiert waren und auch weiterhin sind.
Das Climate Change Centre Austria (CCCA) hat daher auf Initiative der Universität für Bodenkultur Wien, gemeinsam und in enger Zusammenarbeit mit der Allianz Nachhaltige Universitäten, den Scientists for Future, dem UniNEtZ Projekt ein zukunftsorientiertes Projekt ins Leben gerufen. In der Video-Reihe „Welche Zukunft wollen wir?“ werden Wissenschafter*innen unterschiedlicher Disziplinen und Forschungsinstitutionen in ganz Österreich gefragt, wo ihrer Ansicht nach die größten Hebel und Chancen für eine Weichenstellung in Richtung einer nachhaltigen Gesellschaft liegen. Diese Impulse und Ideen werden nun in Form von 2-minütigen Kurzvideos zur Verfügung gestellt.